Oschersleben, Deutschland. Das German Endurance Racing Team „GERT56” hat sich beim Heimrennen in Oschersleben den zehnten Startplatz für die 8 Stunden von Deutschland gesichert. Dabei landete die Mannschaft bei der vierten – und letzten – Saisonstation des FIM Endurance Superstock World Cup auf Platz eins der Klassenwertung.

Stefan Kerschbaumer, Lucy Glöckner und Pepijn Bijsterbosch kamen auf ihrer BMW S 1000 RR auf ein Zeitenmittel von 1:27,718 Minuten und blieben damit nur 1.1 Sekunden hinter der Pole-Position.

Alle drei Fahrer gehörten in ihren Gruppen zu den schnellsten Superstock-Piloten. Kerschbaumer und Glöckner fuhren im mittleren 1:27er Bereich, Bijsterbosch kam auf eine Zeit von 1:28,156 Minuten. Der Niederländer konnte sich am Samstag im zweiten Qualifying aber nicht mehr steigern – da diese Sitzung aus lies. Er konzentriert sich am Samstag auf die beiden Rennen in der IDM Superbike und wird dem Team am Sonntag für die 8 Stunden von Deutschland wieder zur Verfügung stehen.

Das Rennen startet am morgigen Sonntag, 09. Juni 2019, um 13:00 Uhr Ortszeit. Für das Team GERT56 by GS YUASA ist es das Finale der Saison 2018/2019. Die Mannschaft führt die WM in der Stocksport-Klasse an und will versuchen, diesen Vorsprung über die kommenden acht Rennstunden zu halten.

Stefan Kerschbaumer – Fahrer:
Das waren wieder sehr gute Qualifyings von uns. Wir haben uns gegenüber gestern ein klein wenig verbessern können. Die Verhältnisse sind heute ein kleines bisschen schwieriger gewesen, aber von dem her hat es sehr gut gepasst. Mit dem Motorrad – da hat das ganze Team etwas sehr gutes hingestellt, also ich bin sehr zufrieden.

Lucy Glöckner – Fahrerin:
Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich zufrieden, es ist eine gute Teamleistung gewesen. Gestern war ich ein bisschen mehr zufrieden, obwohl ich gestern schon schneller fahren wollte, weil die Bedienungen auch einfach besser waren. Heute war es mit dem Wind ein bisschen schwierig, da bin ich halt nicht ganz so schnell gefahren und das ärgert mich eigentlich ein bisschen. Aber ich glaube wir haben bei uns in der Klasse trotzdem noch die Pole, deswegen – alles gut für morgen.

Pepijn Bijsterbosch – Fahrer:
Ich hätte heute natürlich gern noch mal versucht, mich zu verbessern und schneller zu werden, aber ich danke dem ganzen Team GERT56 – nicht nur für das super-toll vorbereitete Motorrad, sondern auch, dass sie mich heute für meine Einsätze in der IDM Superbike frei gestellt haben. Darauf liegt jetzt heute mein Fokus und morgen werden wir versuchen, diese 8 Stunden bestmöglich über die Bühne zu bringen.

Karsten Wolf – Team Manager:
Beide Qualifyings sind rum, alle Motorräder in einem Stück, alle Fahrer gesund: Das ist erstmal generell für den Teamchef eine gute Geschichte. Nachdem wir dann am Donnerstag nochmal bei einem Fahrzeug den Rahmen gewechselt haben, also einen kompletten Neuaufbau, hatten wir beide Fahrzeuge soweit, wie wir sie haben wollten. Wir haben drei Piloten, die alle einen hervorragenden Job gemacht haben und solche Rundenzeiten gefahren sind, die für die Pole in unserer Klasse gereicht haben. Das bedeutet zwar fürs Rennen nicht allzu viel, aber für das Team und die Motivation ist das eine schöne Geschichte. Und auch ein kleines Geschenk für die Zuschauer und die Fans bei unserem Heimrennen. Generell ist es so, dass wir mit Pepijn ja einen Doppelstarter hier haben und dann im zweiten Zeittraining auf den Start von ihm verzichtet haben und eigentlich dann zuschauen mussten. Trotzdem waren die Zeiten vom Vortag so gut, dass wir die Pole holen konnten. Das macht uns richtig stolz – hier, Zuhause – und ist für das Rennen eine gute Ausgangsposition.